Vergleich: \({\color{#c2410c}\sin} x\) · Bogenmaß
\(f(x)={\color{#4f46e5}{1}}\sin x\)
Amplitude \(1\): Die Ausschläge reichen von \(-1\) bis \(1\).
Eine Idee pro Lektion. Schau zu, verändere etwas und prüfe dein Verständnis.
\(01\) / Dreieck & Kreis
Dein Ziel: Seiten zuordnen.
Starte die Animation und finde die drei Seiten zum markierten Winkel \({\color{#6366f1}\alpha}\).
\(\sin\alpha=\frac{{\color{#c2410c}G}}H\)
\(\cos\alpha=\frac{{\color{#047857}A}}H\)
\(\tan\alpha=\frac{{\color{#c2410c}G}}{{\color{#047857}A}}\)
\(H\) liegt dem rechten Winkel gegenüber. \({\color{#c2410c}G}\) liegt gegenüber von \(\alpha\), \({\color{#047857}A}\) daneben.
Im gezeigten Dreieck: \({\color{#c2410c}\sin}\alpha=\frac35=0{,}6\), \({\color{#047857}\cos}\alpha=\frac45=0{,}8\), \({\color{#0369a1}\tan}\alpha=\frac34=0{,}75\).
Beim anderen spitzen Winkel tauschen die Katheten ihre Rollen. Die Hypotenuse bleibt dieselbe.
\(02\) / Dreieck & Kreis
Dein Ziel: Koordinaten ablesen.
Bewege den Punkt von \(0^\circ\) nach \(90^\circ\). Beobachte: Kosinus ist waagerecht, Sinus senkrecht.
Positive Winkel drehen gegen den Uhrzeigersinn.
Der Einheitskreis hat Radius \(1\). Im rechten oberen Viertel gilt deshalb \({\color{#047857}\cos}\alpha=A/1=A\) und \({\color{#c2410c}\sin}\alpha=G/1=G\).
Start: \(P(1\mid0)\), also \({\color{#047857}\cos}0^\circ=1\), \({\color{#c2410c}\sin}0^\circ=0\). Oben: \(P(0\mid1)\), also \({\color{#047857}\cos}90^\circ=0\), \({\color{#c2410c}\sin}90^\circ=1\).
\(03\) / Dreieck & Kreis
Dein Ziel: Vorzeichen erkennen.
Vergleiche \(45^\circ\), \(135^\circ\), \(225^\circ\) und \(315^\circ\). Rechts ist Kosinus positiv; oben ist Sinus positiv.
Der Bezugswinkel ist der spitze Winkel zur waagerechten Achse. Er bestimmt die Beträge; die Kreisposition bestimmt die Vorzeichen.
Bei \(135^\circ\): \(180^\circ-135^\circ=45^\circ\). Deshalb \({\color{#c2410c}\sin}(135^\circ)=\frac{\sqrt2}{2}\), \({\color{#047857}\cos}(135^\circ)=-\frac{\sqrt2}{2}\).
Eine volle Runde ändert den Punkt nicht: \(405^\circ=360^\circ+45^\circ\). Negative Winkel drehen im Uhrzeigersinn.
\(04\) / Winkel & Werte
Dein Ziel: Einen Wert herleiten.
Spiele die Entstehung ab. Das Lot von \(P\) bildet ein rechtwinkliges Dreieck mit Hypotenuse \(1\) und gleichen Katheten \(s\).
Der Radius \(\overline{OP}\) hat Länge \(1\) und bildet mit der positiven \(x\)-Achse den Winkel \({\color{#6366f1}45^\circ}\).
\(2s^2=1\quad\Rightarrow\quad {\color{#c2410c}\sin}(45^\circ)=s=\frac{\sqrt2}{2}\)
Beide spitzen Winkel sind \(45^\circ\), also sind beide Katheten gleich lang.
Weil \(H=1\), sind Sinus und Kosinus beide \(\frac{\sqrt2}{2}\approx0{,}7071\). Tangens ist \(s/s=1\).
\(05\) / Winkel & Werte
Dein Ziel: Ein Dreieck halbieren.
Halbiere in der Animation ein gleichseitiges Dreieck. Verfolge, welche Seite zu \(30^\circ\) und welche zu \(60^\circ\) gegenüberliegt.
\({\color{#c2410c}\sin}(30^\circ)=\frac12\)
\({\color{#c2410c}\sin}(60^\circ)=\frac{\sqrt3}{2}\)
Die Hypotenuse ist \(2\), die halbe Grundseite \(1\). Aus \(1^2+h^2=2^2\) folgt \(h=\sqrt3\).
Zum Winkel \(30^\circ\): Gegenkathete \(1\), Ankathete \(\sqrt3\). Zum Winkel \(60^\circ\) tauschen sie ihre Rollen.
Deshalb gilt auch \({\color{#047857}\cos}(30^\circ)=\frac{\sqrt3}{2}\) und \({\color{#047857}\cos}(60^\circ)=\frac12\).
Die Werte bei \(0^\circ\) und \(90^\circ\) liest du direkt an den Achsen ab. Bei \(90^\circ\) ist der Tangens nicht definiert, weil sein Nenner null wäre.
| Winkel | \({\color{#c2410c}\sin}\) | \({\color{#047857}\cos}\) | \({\color{#0369a1}\tan}\) |
|---|---|---|---|
| \(0^\circ\) | \(0\) | \(1\) | \(0\) |
| \(30^\circ\) | \(\frac12\) | \(\frac{\sqrt3}{2}\) | \(\frac{\sqrt3}{3}\) |
| \(45^\circ\) | \(\frac{\sqrt2}{2}\) | \(\frac{\sqrt2}{2}\) | \(1\) |
| \(60^\circ\) | \(\frac{\sqrt3}{2}\) | \(\frac12\) | \(\sqrt3\) |
| \(90^\circ\) | \(1\) | \(0\) | nicht definiert |
\(06\) / Winkel & Werte
Dein Ziel: Einheiten umrechnen.
Wickle den Kreisbogen ab. Eine volle Runde ist \(360^\circ=2\pi\,\mathrm{rad}\); eine halbe ist \(180^\circ=\pi\,\mathrm{rad}\).
EINHEITEN-WERKZEUG
\(180^\circ=\pi\,\mathrm{rad}\)
Definition: \(\alpha_{\mathrm{rad}}=s/r\). Beim Radius \(1\) ist das Bogenmaß gleich der Bogenlänge.
Grad zu Bogenmaß: \(\alpha_{\mathrm{Grad}}\cdot\frac\pi{180}\). Zurück: \(\alpha_{\mathrm{rad}}\cdot\frac{180}\pi\).
Beispiel: \(45\cdot\frac\pi{180}=\frac\pi4\). Für \({\color{#c2410c}\sin}45^\circ\) gilt DEG, für \({\color{#c2410c}\sin}(\pi/4)\) RAD.
\(07\) / Kreis zur Welle
Dein Ziel: Kreis und Graph verbinden.
Starte die Bewegung mit Sinus, danach mit Kosinus. Verfolge die farbige Koordinate bis zum Graphen.
Die Graphenachse zeigt Grad. Der Funktionswert ist eine Kreiskoordinate.
\(f(\alpha)={\color{#c2410c}\sin}({\color{#6366f1}\alpha})\)
Sinus überträgt die Höhe: \(0^\circ\mapsto0\), \(90^\circ\mapsto1\), \(180^\circ\mapsto0\), \(270^\circ\mapsto-1\), \(360^\circ\mapsto0\).
Kosinus überträgt die waagerechte Koordinate und startet bei \(1\).
| Winkel in Grad | Bogenmaß | Funktionswert |
|---|
\(08\) / Kreis zur Welle
Dein Ziel: Eine Periode erkennen.
Vergleiche eine halbe und eine ganze Runde. Ab jetzt steht \(x\) im Bogenmaß: Eine Runde ist \(2\pi\).
EINGABEN · DEFINITIONSBEREICH\(D=\mathbb R\)
AUSGABEN · WERTEBEREICH\(W=[-1;1]\)
WIEDERHOLUNG · PERIODE\(T=2\pi\)
Eine Periode wiederholt alle Funktionswerte. \(\pi\) reicht beim Sinus nicht: \({\color{#c2410c}\sin}(\pi/2)=1\), aber \({\color{#c2410c}\sin}(3\pi/2)=-1\).
Für \(k\in\mathbb Z\): Sinus hat Nullstellen \(x=k\pi\), Kosinus bei \(x=\pi/2+k\pi\). Kein Kreiswert liegt außerhalb von \([-1;1]\).
Sinus ist punktsymmetrisch: \({\color{#c2410c}\sin}(-x)=-{\color{#c2410c}\sin} x\). Kosinus ist achsensymmetrisch: \({\color{#047857}\cos}(-x)={\color{#047857}\cos} x\).
In allen Zeilen ist \(k\in\mathbb Z\): \(k\) kann eine beliebige ganze Zahl sein. Damit beschreiben die Formeln sämtliche Umdrehungen.
| Eigenschaft | \(f(x)={\color{#c2410c}\sin} x\) | \(g(x)={\color{#047857}\cos} x\) |
|---|---|---|
| Nullstellen | \(x=k\pi\) | \(x=\frac\pi2+k\pi\) |
| Maximum \(1\) | \(x=\frac\pi2+2k\pi\) | \(x=2k\pi\) |
| Minimum \(-1\) | \(x=\frac{3\pi}{2}+2k\pi\) | \(x=\pi+2k\pi\) |
Die Formeln nennen die \(x\)-Stellen. Ein Hochpunkt des Sinus ist zum Beispiel \(H(\frac\pi2\mid1)\).
\(09\) / Kreis zur Welle
Dein Ziel: Den Nenner beobachten.
Nähere dich \(90^\circ\). Der Kosinus im Nenner wird klein; ist er \(0\), darfst du nicht teilen.
\({\color{#0369a1}\tan}x=\frac{{\color{#c2410c}\sin}x}{{\color{#047857}\cos}x}\qquad(\cos x\ne0)\)
Ausgeschlossen sind \(x=\pi/2+k\pi\), \(k\in\mathbb Z\). Dort gibt es keinen Funktionswert; „unendlich“ ist keine Lösung.
Die Äste wiederholen sich nach \(T=\pi\). Der Wertebereich ist \(\mathbb R\), die Nullstellen sind \(x=k\pi\).
Zum Beispiel \({\color{#0369a1}\tan}(\pi/4)=1\), denn Sinus und Kosinus sind dort gleich groß.
\(10\) / Wellen verändern
Dein Ziel: Amplitude ablesen.
Vergleiche \({\color{#4f46e5}a}=2\), \(\frac12\) und \(-2\). Die Amplitude ist \(\lvert a\rvert\); ein Minus spiegelt die Welle.
Vergleich: \({\color{#c2410c}\sin} x\) · Bogenmaß
\(f(x)={\color{#4f46e5}{1}}\sin x\)
Amplitude \(1\): Die Ausschläge reichen von \(-1\) bis \(1\).
Die Amplitude misst den Abstand von der Mittellinie zum höchsten oder tiefsten Wert. Für \(2{\color{#c2410c}\sin} x\) ist sie \(2\), für \(-2{\color{#c2410c}\sin} x\) ebenfalls \(2\).
Bei \(a=0\) wird die Funktion konstant; die Amplitude ist \(0\).
\(11\) / Wellen verändern
Dein Ziel: Die Mittellinie finden.
Stelle \({\color{#7c3aed}d}=2\) ein. Die Mittellinie ist \(y=d\); die Amplitude bleibt \(1\).
Vergleich: \({\color{#c2410c}\sin} x\) · Bogenmaß
\(f(x)=\sin x+{\color{#7c3aed}{0}}\)
Mittellinie \(y=0\): Die Amplitude bleibt \(1\).
Zu jedem Funktionswert wird \(d\) addiert. In \(a{\color{#c2410c}\sin} x+d\) liegen die Grenzen bei \(d-\lvert a\rvert\) und \(d+\lvert a\rvert\).
Beispiel: \(-2{\color{#c2410c}\sin} x+1\) hat Amplitude \(2\), Mittellinie \(y=1\), Wertebereich \([-1;3]\).
\(12\) / Wellen verändern
Dein Ziel: Die Periode bestimmen.
Vergleiche \({\color{#0369a1}b}=\frac12\), \(1\) und \(2\). Größeres \(b\) lässt den inneren Winkel schneller laufen.
Vergleich: \({\color{#c2410c}\sin} x\) · Bogenmaß
\(f(x)=\sin\bigl({\color{#0369a1}{1}}x\bigr)\)
Periode \(T=2\pi\): Der innere Winkel läuft unverändert schnell.
\(T=\frac{2\pi}{{\color{#0369a1}b}}\)
Eine volle Welle entsteht, wenn der innere Winkel um \(2\pi\) wächst: \(bT=2\pi\). Deshalb gilt \(T=2\pi/b\).
Bei \(b=2\) ist \(T=\pi\), bei \(b=1/2\) ist \(T=4\pi\). Hier verwenden wir \(b>0\).
\(13\) / Wellen verändern
Dein Ziel: Den Startpunkt verfolgen.
Stelle \({\color{#c2410c}c}=\pi/2\) ein. In \({\color{#c2410c}\sin}(x-c)\) bedeutet positives \(c\): nach rechts.
Vergleich: \({\color{#c2410c}\sin} x\) · Bogenmaß
\(f(x)=\sin\bigl(x-{\color{#c2410c}{0}}\bigr)\)
Verschiebung \(c=0\): Die Grundfunktion bleibt an derselben Stelle.
Bei \(x=c\) ist das innere Argument \(0\). Dort liegt der aufsteigende Nulldurchgang.
Vorsicht bei anderer Schreibweise: \({\color{#c2410c}\sin}(2x+\pi)\) wird zu \({\color{#c2410c}\sin}(2(x+\pi/2))\) ist um \(\pi/2\) nach links verschoben.
\(14\) / Wellen verändern
Dein Ziel: Eine Welle einstellen.
Stelle \(a=2\), \(b=2\), \(c=\pi/4\), \(d=1\) ein. Vergleiche jeden Schritt mit der Grundfunktion.
WELLEN-LABOR
Ändere jeweils nur einen Regler.
\(f(x)=2{\color{#c2410c}\sin} x+1\)
\(f(x)={\color{#4f46e5}a}\sin({\color{#0369a1}b}(x-{\color{#c2410c}c}))+{\color{#7c3aed}d}\)
Für das Beispiel: Amplitude \(2\), Periode \(\pi\), Verschiebung \(\pi/4\) nach rechts, Mittellinie \(y=1\), Wertebereich \([-1;3]\).
Bei \(a=0\) ist \(f(x)=d\) konstant und hat keine kleinste positive Periode.
\(15\) / Lösen & Anwenden
Dein Ziel: Lösungen vollständig finden.
Suche in der Animation die Höhe \(1/2\). Im Intervall \([0;2\pi)\) gehören zwei Kreispunkte dazu.
\({\color{#c2410c}\sin} x=\frac12\quad\Rightarrow\quad x=\frac\pi6\ \text{oder}\ \frac{5\pi}{6}\)
In Grad: \(30^\circ\) und \(180^\circ-30^\circ=150^\circ\). In Bogenmaß: \(\pi/6\) und \(\pi-\pi/6=5\pi/6\).
Für \(2{\color{#c2410c}\sin}(2x)-1=0\): erst \({\color{#c2410c}\sin}(2x)=1/2\), dann \(u=2x\). Aus \(x\in[0;2\pi)\) wird \(u\in[0;4\pi)\).
Innere Lösungen: \(u=\pi/6\), \(5\pi/6\), \(13\pi/6\), \(17\pi/6\). Durch \(2\) teilen liefert \(x=\pi/12\), \(5\pi/12\), \(13\pi/12\), \(17\pi/12\).
Prüfe immer das Intervall. Bei \([0;2\pi)\) ist \(0\) dabei, \(2\pi\) ausgeschlossen.
\(16\) / Lösen & Anwenden
Dein Ziel: Ein Modell prüfen.
Fahre eine Runde im Riesenrad. Radius \(10\,\mathrm m\), Mitte \(12\,\mathrm m\), Umlaufzeit \(40\,\mathrm s\): Du startest ganz unten.
\(h(t)={\color{#7c3aed}12}-{\color{#4f46e5}10}\cos\!\left({\color{#0369a1}\frac\pi{20}}t\right)\)
Die Mittellinie ist \(12\), die Amplitude \(10\). Eine Runde braucht \(40\,\mathrm s\): \(b=2\pi/40=\pi/20\).
\(h(0)=2\,\mathrm m\), \(h(10)=12\,\mathrm m\), \(h(20)=22\,\mathrm m\). Das Minus vor Kosinus legt den Start unten fest.
Nach \(30\,\mathrm s\) bist du bei \(12\,\mathrm m\) auf dem Weg nach unten; nach \(40\,\mathrm s\) wieder bei \(2\,\mathrm m\).
Aufgaben aus allen Stufen.
Eingaben wie \(\mathtt{sqrt(2)/2}\) oder \(\mathtt{pi/6}\) sind möglich. Winkel ohne Einheit eingeben; Näherungen auf mindestens \(3\) Nachkommastellen runden.
Ein rechtwinkliges Dreieck hat zum betrachteten spitzen Winkel \(\alpha\) die Gegenkathete \(3\), die Ankathete \(4\) und die Hypotenuse \(5\).
Bestimme \({\color{#c2410c}\sin}(\alpha)\), \({\color{#047857}\cos}(\alpha)\) und \({\color{#0369a1}\tan}(\alpha)\). Gib die Ergebnisse als Bruch oder Dezimalzahl ein.
Die Hypotenuse liegt dem rechten Winkel gegenüber. Gegen- und Ankathete werden immer vom betrachteten Winkel \(\alpha\) aus benannt.
Nutze \({\color{#c2410c}\sin}=\frac{\text{Gegenkathete}}{\text{Hypotenuse}}\), \({\color{#047857}\cos}=\frac{\text{Ankathete}}{\text{Hypotenuse}}\) und \({\color{#0369a1}\tan}=\frac{\text{Gegenkathete}}{\text{Ankathete}}\).
Zur Ecke \(\alpha\) gilt: Gegenkathete \(g=3\), Ankathete \(a=4\), Hypotenuse \(h=5\). Kontrolliere: \(3^2+4^2=9+16=25=5^2\).
\(\begin{aligned}{\color{#c2410c}\sin}(\alpha)&=\frac{g}{h}=\frac{3}{5}=0{,}6\\{\color{#047857}\cos}(\alpha)&=\frac{a}{h}=\frac{4}{5}=0{,}8\\{\color{#0369a1}\tan}(\alpha)&=\frac{g}{a}=\frac{3}{4}=0{,}75\end{aligned}\)
Sinus und Kosinus des spitzen Winkels liegen zwischen \(0\) und \(1\). Außerdem gilt \({\color{#0369a1}\tan}(\alpha)=\frac{{\color{#c2410c}\sin}(\alpha)}{{\color{#047857}\cos}(\alpha)}=\frac{0{,}6}{0{,}8}=0{,}75\).
Darauf achten: Die Ankathete ist nicht „immer die untere Seite“. Ihre Zuordnung hängt davon ab, welcher Winkel betrachtet wird.
Ein gleichschenkliges rechtwinkliges Dreieck hat die beiden Kathetenlängen \(1\). Die beiden spitzen Winkel sind jeweils \(45^\circ\).
Berechne zuerst die Hypotenuse. Bestimme daraus \({\color{#c2410c}\sin}(45^\circ)\) und \({\color{#047857}\cos}(45^\circ)\), ohne eine Trigonometrie-Taste zu verwenden. Exakte Eingaben wie \(\mathtt{sqrt(2)/2}\) sind erlaubt; sonst runde auf drei Nachkommastellen.
Für die Hypotenuse \(h\) gilt \(h^2=1^2+1^2\). Ziehe die positive Wurzel.
Gegen- und Ankathete sind zu jedem der beiden \(45^\circ\)-Winkel gleich lang. Beide Verhältnisse lauten deshalb \(\frac{1}{\sqrt2}\).
\(\begin{aligned}h^2&=1^2+1^2=2\\h&=\sqrt2\end{aligned}\)
Eine Seitenlänge ist positiv. Deshalb verwenden wir die positive Wurzel.
\(\begin{aligned}{\color{#c2410c}\sin}(45^\circ)&=\frac{1}{\sqrt2}\\{\color{#047857}\cos}(45^\circ)&=\frac{1}{\sqrt2}\end{aligned}\)
\(\frac{1}{\sqrt2}=\frac{1\cdot\sqrt2}{\sqrt2\cdot\sqrt2}=\frac{\sqrt2}{2}\)
Somit sind beide Werte exakt \(\frac{\sqrt2}{2}\). Auf drei Nachkommastellen: \(0{,}707\).
Darauf achten: \(\sqrt2\) ist die Hypotenuse. Der Sinuswert ist das Verhältnis \(1/\sqrt2\), nicht die Hypotenuse selbst.
Ein gleichseitiges Dreieck hat Seitenlänge \(2\). Seine Höhe halbiert die Grundseite und teilt den Winkel an der Spitze in zwei \(30^\circ\)-Winkel. In jeder Hälfte liegt ein rechtwinkliges Dreieck mit Hypotenuse \(2\) und kurzer Kathete \(1\).
Berechne die Höhe und bestimme \({\color{#c2410c}\sin}(30^\circ)\), \({\color{#047857}\cos}(30^\circ)\), \({\color{#c2410c}\sin}(60^\circ)\) und \({\color{#047857}\cos}(60^\circ)\). Du darfst \(\mathtt{sqrt(3)}\) verwenden oder auf drei Nachkommastellen runden.
Für die Höhe \(h\) gilt \(h^2+1^2=2^2\). Die Höhe ist die lange Kathete.
Zum Winkel \(30^\circ\) ist die kurze Seite die Gegenkathete. Zum Winkel \(60^\circ\) ist die lange Seite die Gegenkathete. Die Hypotenuse bleibt \(2\).
\(\begin{aligned}h^2+1&=4\\h^2&=3\\h&=\sqrt3\end{aligned}\)
Zur Spitze mit \(30^\circ\) ist die Gegenkathete \(1\) und die Ankathete \(\sqrt3\).
\(\begin{aligned}{\color{#c2410c}\sin}(30^\circ)&=\frac12\\{\color{#047857}\cos}(30^\circ)&=\frac{\sqrt3}{2}\end{aligned}\)
Jetzt tauschen Gegen- und Ankathete ihre Rollen.
\(\begin{aligned}{\color{#c2410c}\sin}(60^\circ)&=\frac{\sqrt3}{2}\\{\color{#047857}\cos}(60^\circ)&=\frac12\end{aligned}\)
\(\sqrt3\approx1{,}732\) und \(\frac{\sqrt3}{2}\approx0{,}866\).
Darauf achten: Beim Wechsel von \(30^\circ\) zu \(60^\circ\) wechseln die Namen der Katheten. Die Seiten selbst verändern sich nicht.
Der Einheitskreis hat Mittelpunkt \(O(0\mid0)\) und Radius \(1\). Winkel beginnen auf der positiven \(x\)-Achse und werden gegen den Uhrzeigersinn gemessen. Für den Kreispunkt gilt \(P(\alpha)=({\color{#047857}\cos}\alpha\mid{\color{#c2410c}\sin}\alpha)\).
Bestimme die \(x\)- und \(y\)-Koordinate der Punkte zu \(90^\circ\) und \(180^\circ\).
Bei \(90^\circ\) bist du oben auf der \(y\)-Achse. Bei \(180^\circ\) bist du links auf der \(x\)-Achse.
Die äußeren Achsenpunkte sind \((1\mid0)\), \((0\mid1)\), \((-1\mid0)\) und \((0\mid-1)\). Ordne die beiden gesuchten Winkel zu.
Der Startpunkt ist \(P(0^\circ)=(1\mid0)\). Der Kreisradius beträgt \(1\).
Nach \(90^\circ\) liegt der Punkt oben: \(P(90^\circ)=(0\mid1)\). Daraus folgen \({\color{#047857}\cos}(90^\circ)=0\) und \({\color{#c2410c}\sin}(90^\circ)=1\).
Nach \(180^\circ\) liegt der Punkt links: \(P(180^\circ)=(-1\mid0)\). Daraus folgen \({\color{#047857}\cos}(180^\circ)=-1\) und \({\color{#c2410c}\sin}(180^\circ)=0\).
Darauf achten: Die Reihenfolge lautet \(({\color{#047857}\cos}\alpha\mid{\color{#c2410c}\sin}\alpha)\): Kosinus ist die waagerechte, Sinus die senkrechte Koordinate.
Es gilt \(135^\circ=180^\circ-45^\circ\). Am Einheitskreis hat der Punkt zum Winkel \(45^\circ\) die Koordinaten \((\frac{\sqrt2}{2}\mid\frac{\sqrt2}{2})\).
Bestimme \({\color{#c2410c}\sin}(135^\circ)\) und \({\color{#047857}\cos}(135^\circ)\). Begründe die Vorzeichen über die Lage des Punkts. Exakte Eingabe oder Rundung auf drei Nachkommastellen ist möglich.
\(135^\circ\) liegt zwischen \(90^\circ\) und \(180^\circ\): links oben im zweiten Quadranten.
Der Punkt zum Winkel \(135^\circ\) ist das Spiegelbild des Punkts zu \(45^\circ\) an der \(y\)-Achse. Nur die \(x\)-Koordinate wechselt das Vorzeichen.
Die Entfernung zur negativen \(x\)-Achse beträgt \(180^\circ-135^\circ=45^\circ\). Deshalb haben die Koordinaten dieselben Beträge wie bei \(45^\circ\).
Im zweiten Quadranten ist \(x<0\) und \(y>0\). Also lautet der Kreispunkt \(P(135^\circ)=(-\frac{\sqrt2}{2}\mid\frac{\sqrt2}{2})\).
\(\begin{aligned}{\color{#c2410c}\sin}(135^\circ)&=\frac{\sqrt2}{2}\approx0{,}707\\{\color{#047857}\cos}(135^\circ)&=-\frac{\sqrt2}{2}\approx-0{,}707\end{aligned}\)
Darauf achten: Der Bezugswinkel liefert die Beträge. Die Vorzeichen musst du zusätzlich aus dem Quadranten bestimmen.
Eine halbe Drehung entspricht \(180^\circ=\pi\,\mathrm{rad}\). Für die Umrechnung gilt \(x=\alpha\cdot\frac{\pi}{180^\circ}\).
Gib das Bogenmaß zu \(90^\circ\) und \(180^\circ\) an. In die Felder kommt nur der Zahlenwert in Radiant: zum Beispiel \(\mathtt{pi/2}\) oder eine auf drei Nachkommastellen gerundete Zahl.
\(90^\circ\) ist die Hälfte von \(180^\circ\). Derselbe Anteil wird auch auf \(\pi\) angewendet.
Für \(90^\circ\) entsteht \(\frac{90\pi}{180}\), für \(180^\circ\) entsteht \(\frac{180\pi}{180}\).
Von Grad zu Radiant multiplizieren wir mit \(\frac{\pi}{180^\circ}\). Der Winkel selbst bleibt derselbe.
\(\begin{aligned}x&=90^\circ\cdot\frac{\pi}{180^\circ}\\&=\frac{\pi}{2}\approx1{,}571\end{aligned}\)
\(\begin{aligned}x&=180^\circ\cdot\frac{\pi}{180^\circ}\\&=\pi\approx3{,}142\end{aligned}\)
Die Zahlenwerte sind in Radiant angegeben. \(\pi\) entspricht hier genau einer halben Drehung.
Darauf achten: \(90^\circ\) und \(90\,\mathrm{rad}\) sind verschiedene Winkel. Beim Umrechnen ändern sich Zahlenwert und Einheit zusammen.
Es gilt \(\pi\,\mathrm{rad}=180^\circ\). Gesucht ist das Gradmaß zu \(\frac{\pi}{6}\,\mathrm{rad}\) und \(\frac{3\pi}{2}\,\mathrm{rad}\).
Rechne beide Winkel in Grad um. Gib in die Felder nur den Zahlenwert ohne Gradzeichen ein.
Von Radiant zu Grad multiplizierst du mit \(\frac{180^\circ}{\pi}\).
Bei \(\frac{\pi}{6}\cdot\frac{180^\circ}{\pi}\) bleibt \(180^\circ/6\). Bei \(\frac{3\pi}{2}\) bleibt \(3\cdot180^\circ/2\).
Wenn der Zahlenwert in Radiant \(x\) ist, lautet das Gradmaß \(\alpha=x\cdot\frac{180^\circ}{\pi}\).
\(\frac{\pi}{6}\cdot\frac{180^\circ}{\pi}=\frac{180^\circ}{6}=30^\circ\)
\(\frac{3\pi}{2}\cdot\frac{180^\circ}{\pi}=\frac{3\cdot180^\circ}{2}=270^\circ\)
\(30^\circ\) ist ein Zwölftel einer vollen Drehung; \(270^\circ\) sind drei Viertel einer vollen Drehung.
Darauf achten: Für Radiant zu Grad steht \(180/\pi\) im Umrechnungsfaktor. \(\pi/180\) wäre die andere Richtung.
Gegeben ist \(f(x)={\color{#c2410c}\sin} x\), wobei \(x\) im Bogenmaß gemessen wird. Die Stellen \(0\), \(\frac\pi2\), \(\pi\), \(\frac{3\pi}{2}\) und \(2\pi\) entsprechen einer vollen Drehung.
Ergänze die fünf Funktionswerte. Verfolge dazu am Einheitskreis jeweils die Höhe des Kreispunkts.
Der Sinuswert ist die \(y\)-Koordinate am Einheitskreis. Starte bei \((1\mid0)\).
Gehe gegen den Uhrzeigersinn: rechts → oben → links → unten → rechts. Die Höhen sind jeweils \(0\), \(1\), \(0\), \(-1\), \(0\).
Die Stellen entsprechen \(0^\circ\), \(90^\circ\), \(180^\circ\), \(270^\circ\) und \(360^\circ\).
\(\begin{aligned}{\color{#c2410c}\sin}0&=0\\{\color{#c2410c}\sin}\frac\pi2&=1\\{\color{#c2410c}\sin}\pi&=0\\{\color{#c2410c}\sin}\frac{3\pi}{2}&=-1\\{\color{#c2410c}\sin}2\pi&=0\end{aligned}\)
Die Punkte lauten \((0\mid0)\), \((\frac\pi2\mid1)\), \((\pi\mid0)\), \((\frac{3\pi}{2}\mid-1)\) und \((2\pi\mid0)\). Auf der waagerechten Graphachse steht der Winkel; auf der senkrechten steht seine Kreispunkthöhe.
Darauf achten: Die Graphpunkte \((x\mid{\color{#c2410c}\sin} x)\) sind nicht die Kreispunkte \(({\color{#047857}\cos} x\mid{\color{#c2410c}\sin} x)\). Die waagerechte Koordinate hat in beiden Darstellungen eine andere Bedeutung.
Untersuche \(g(x)={\color{#047857}\cos} x\) im Intervall \(0\le x<2\pi\). Die linke Grenze gehört dazu, die rechte Grenze nicht.
Bestimme alle Nullstellen in diesem Intervall. Trage die beiden Zahlen in aufsteigender Reihenfolge ein. Exakte Eingabe mit \(\mathtt{pi}\) oder Rundung auf drei Nachkommastellen ist möglich.
\({\color{#047857}\cos} x=0\) bedeutet: Der Kreispunkt liegt auf der \(y\)-Achse.
Der Kreis schneidet die \(y\)-Achse bei einer Vierteldrehung und bei drei Vierteln einer Drehung.
Gesucht sind die Winkel, bei denen die \(x\)-Koordinate des Kreispunkts \(0\) ist.
\(\begin{aligned}x_1&=\frac\pi2\approx1{,}571\\x_2&=\frac{3\pi}{2}\approx4{,}712\end{aligned}\)
Beide Zahlen liegen in \([0;2\pi)\). Die Randwerte erfüllen \({\color{#047857}\cos}0={\color{#047857}\cos}2\pi=1\) und sind keine Nullstellen. In einer vollen Drehung gibt es genau die beiden gesuchten Achsenschnittpunkte.
Darauf achten: Die Nullstellen von Kosinus liegen an anderen Stellen als die von Sinus. Bei Kosinus prüfst du die waagerechte Kreiskoordinate.
Für \({\color{#047857}\cos}\alpha\ne0\) gilt \({\color{#0369a1}\tan}\alpha=\frac{{\color{#c2410c}\sin}\alpha}{{\color{#047857}\cos}\alpha}\). Verwende die bekannten Werte zu \(45^\circ\) und \(135^\circ\).
Berechne \({\color{#0369a1}\tan}(45^\circ)\) und \({\color{#0369a1}\tan}(135^\circ)\). Begründe das Vorzeichen des zweiten Ergebnisses.
Bei beiden Winkeln haben Sinus und Kosinus den Betrag \(\sqrt2/2\).
Bei \(45^\circ\) sind beide Werte positiv. Bei \(135^\circ\) ist Sinus positiv und Kosinus negativ.
\({\color{#c2410c}\sin}45^\circ={\color{#047857}\cos}45^\circ=\sqrt2/2\). Für \(135^\circ\) gilt \({\color{#c2410c}\sin}135^\circ=\sqrt2/2\), aber \({\color{#047857}\cos}135^\circ=-\sqrt2/2\).
\({\color{#0369a1}\tan}45^\circ=\frac{\sqrt2/2}{\sqrt2/2}=1\)
\({\color{#0369a1}\tan}135^\circ=\frac{\sqrt2/2}{-\sqrt2/2}=-1\)
Eine positive Zahl geteilt durch eine negative Zahl ist negativ.
Darauf achten: Tangens ist nicht bei allen Winkeln definiert. Bei \(90^\circ\) und \(270^\circ\) ist der Nenner \({\color{#047857}\cos}\alpha=0\); Division durch \(0\) ist nicht erlaubt.
Gegeben ist \(f(x)=2{\color{#c2410c}\sin} x+1\) für \(x\in\mathbb R\). Die Grundfunktion erfüllt \(-1\le{\color{#c2410c}\sin} x\le1\).
Bestimme die Amplitude, die Höhe der Mittellinie sowie den kleinsten und größten Funktionswert.
Wenn \({\color{#c2410c}\sin} x\) zwischen \(-1\) und \(1\) liegt, liegt \(2{\color{#c2410c}\sin} x\) zwischen \(-2\) und \(2\).
Addiere zu beiden Grenzen \(1\). Die Amplitude ist der Abstand der Mittellinie zum Hochpunkt oder Tiefpunkt.
Der Faktor \(2\) streckt die Sinuswerte in senkrechter Richtung. Die Amplitude lautet \(A=|2|=2\).
Das anschließende \(+1\) verschiebt den ganzen Graphen um \(1\) nach oben. Die Mittellinie ist \(y=1\), also \(d=1\).
\(\begin{aligned}f_{\min}&=1-2=-1\\f_{\max}&=1+2=3\\W&=[-1;3]\end{aligned}\)
Die Spanne vom Tiefpunkt zum Hochpunkt beträgt \(4\); die Amplitude ist die Hälfte davon.
Darauf achten: Die Amplitude ist weder der höchste Funktionswert noch die gesamte Höhe der Welle. Sie ist der Abstand von der Mittellinie zu einer Spitze.
Gegeben ist \(g(x)={\color{#c2410c}\sin}(2x)\), mit \(x\) im Bogenmaß. Der Sinus wiederholt sich, wenn sein inneres Argument um \(2\pi\) wächst.
Bestimme die kleinste positive Periode \(T\). Berechne zusätzlich \(g(\frac\pi4)\) und die Anzahl vollständiger Perioden im Abschnitt \([0;2\pi]\). Für \(T\) ist eine exakte Eingabe mit \(\mathtt{pi}\) oder Rundung auf drei Nachkommastellen möglich.
Für eine volle Wiederholung muss \(2(x+T)-2x=2\pi\) gelten.
Aus \(2T=2\pi\) folgt \(T=\pi\). Für den Funktionswert ist zuerst \(2\cdot\frac\pi4\) zu berechnen.
\(\begin{aligned}2(x+T)-2x&=2\pi\\2T&=2\pi\\T&=\pi\approx3{,}142\end{aligned}\)
\(\begin{aligned}g\left(\frac\pi4\right)&={\color{#c2410c}\sin}\left(2\cdot\frac\pi4\right)\\&={\color{#c2410c}\sin}\frac\pi2=1\end{aligned}\)
Der Abschnitt hat Länge \(2\pi\). Die Anzahl vollständiger Perioden ist \(\frac{2\pi}{\pi}=2\). Die Amplitude bleibt \(1\), weil kein Faktor vor dem Sinus steht.
Darauf achten: Ein Faktor im Argument verändert die Periode. \({\color{#c2410c}\sin}(2x)\) hat Periode \(\pi\), während \(2{\color{#c2410c}\sin} x\) weiterhin Periode \(2\pi\) hat.
Gegeben ist \(f(x)=2{\color{#c2410c}\sin}\bigl(2(x-\frac\pi4)\bigr)+1\). Vergleiche mit \(f(x)=a{\color{#c2410c}\sin}\bigl(b(x-c)\bigr)+d\). Alle Winkel stehen im Bogenmaß.
Bestimme \(a\), \(b\), \(c\), \(d\), die Periode \(T\) und \(f(\frac\pi4)\). Verwende für \(c\) und \(T\) \(\mathtt{pi}\) oder runde auf drei Nachkommastellen.
Lies den Faktor vor Sinus als \(a\), den Faktor vor der inneren Klammer als \(b\), die Zahl in \(x-c\) als \(c\) und die äußere Verschiebung als \(d\).
An der Stelle \(x=c=\pi/4\) wird \(x-c=0\). Berechne anschließend \({\color{#c2410c}\sin}0\). Für die Periode gilt \(T=2\pi/|b|\).
\(\begin{aligned}a&=2,&b&=2\\c&=\frac\pi4,&d&=1\end{aligned}\)
Die Amplitude ist \(2\), die Mittellinie \(y=1\), und die Sinuswelle ist um \(\pi/4\) nach rechts verschoben.
\(T=\frac{2\pi}{|b|}=\frac{2\pi}{2}=\pi\)
\(\begin{aligned}f\left(\frac\pi4\right)&=2{\color{#c2410c}\sin}\left(2\left(\frac\pi4-\frac\pi4\right)\right)+1\\&=2{\color{#c2410c}\sin}0+1\\&=2\cdot0+1=1\end{aligned}\)
Darauf achten: In \(b(x-c)\) beschreibt \(c\) die waagerechte Verschiebung. Nach dem Ausmultiplizieren ist der konstante Argumentterm \(-bc\); er darf nicht direkt als \(-c\) gelesen werden.
Eine Sinusfunktion hat kleinsten Wert \(-2\), größten Wert \(4\) und kleinste positive Periode \(\pi\). Ihr erster aufsteigender Durchgang durch die Mittellinie bei \(x\ge0\) liegt bei \(x=\pi/6\). Verwende die Form \(f(x)=a{\color{#c2410c}\sin}\bigl(b(x-c)\bigr)+d\) mit \(a>0\), \(b>0\) und \(0\le c<\pi\).
Bestimme die vier Parameter \(a\), \(b\), \(c\) und \(d\). Stelle daraus auf Papier die Funktionsgleichung auf. Für \(c\) ist exakte Eingabe oder Rundung auf drei Nachkommastellen möglich.
Die Amplitude ist \(a=(4-(-2))/2\). Die Mittellinie ist \(d=(4+(-2))/2\).
Aus \(T=2\pi/b\) folgt \(b=2\pi/T\). Bei positiven \(a\) und \(b\) steigt der Sinus an der Stelle \(x=c\) durch die Mittellinie.
\(a=\frac{4-(-2)}{2}=\frac62=3\)
Die positive Wahl ist vorgegeben.
\(d=\frac{4+(-2)}{2}=\frac22=1\)
\(\begin{aligned}b&=\frac{2\pi}{T}=\frac{2\pi}{\pi}=2\\c&=\frac\pi6\end{aligned}\)
Da \(a\) und \(b\) positiv sind, ist \(x=c\) ein aufsteigender Mittelliniendurchgang. Die Vorgabe \(0\le c<\pi\) wählt seine eindeutige Darstellung in einer Periode.
\(f(x)=3{\color{#c2410c}\sin}\left(2\left(x-\frac\pi6\right)\right)+1\)
Die Grenzwerte sind \(1-3=-2\) und \(1+3=4\). Die Periode ist \(2\pi/2=\pi\). Bei \(x=\pi/6\) ist der Wert \(1\), und unmittelbar rechts davon steigt der Sinus.
Darauf achten: Ohne die Vorgaben für Vorzeichen und Verschiebungsbereich gibt es mehrere äquivalente Parameterdarstellungen. Halte dich hier an \(a>0\), \(b>0\) und \(0\le c<\pi\).
Löse \({\color{#c2410c}\sin}\alpha=\frac12\) im Gradintervall \(0^\circ\le\alpha<360^\circ\).
Bestimme alle Lösungen und trage die beiden Gradwerte in aufsteigender Reihenfolge ein. Gib nur die Zahlen ohne Gradzeichen ein.
\({\color{#c2410c}\sin}\alpha=1/2\) bedeutet, dass der Kreispunkt die Höhe \(y=1/2\) hat. Diese horizontale Linie schneidet den Kreis zweimal.
Der erste Winkel ist \(30^\circ\). Der zweite hat dieselbe Höhe im zweiten Quadranten und lautet \(180^\circ-30^\circ\).
Aus dem halbierten gleichseitigen Dreieck wissen wir \({\color{#c2410c}\sin}30^\circ=1/2\). Also ist \(\alpha_1=30^\circ\).
Die Höhe \(1/2\) ist positiv. Der zweite Schnittpunkt liegt links oben im zweiten Quadranten.
\(\alpha_2=180^\circ-30^\circ=150^\circ\)
\({\color{#c2410c}\sin}30^\circ={\color{#c2410c}\sin}150^\circ=1/2\). In den unteren Quadranten ist der Sinus negativ; dort entstehen keine weiteren Lösungen. Im vorgegebenen Intervall lautet die Lösungsmenge \(\{30^\circ;150^\circ\}\).
Darauf achten: Die Taste \(\arcsin\) liefert nur einen Hauptwert. Der zweite Winkel muss mit der Kreissymmetrie ergänzt werden.
Löse \({\color{#047857}\cos} x=-\frac12\) im Intervall \(0\le x<2\pi\). Alle Winkel werden im Bogenmaß angegeben.
Bestimme beide Lösungen und trage sie aufsteigend ein. Verwende \(\mathtt{pi}\) oder runde auf drei Nachkommastellen.
Der Kosinus ist die \(x\)-Koordinate des Kreispunkts. \(-1/2\) liegt links vom Mittelpunkt; die Schnittpunkte sind oben links und unten links.
Es gilt \({\color{#047857}\cos}(\pi/3)=1/2\). Die gesuchten Winkel sind \(\pi-\pi/3\) und \(\pi+\pi/3\).
Der Betrag des gesuchten Kosinuswerts ist \(1/2\). Dazu passt der Bezugswinkel \(\pi/3=60^\circ\).
Links im Kreis ist Kosinus negativ. Die beiden passenden Quadranten sind \(\mathrm{II}\) und \(\mathrm{III}\).
\(\begin{aligned}x_1&=\pi-\frac\pi3=\frac{2\pi}{3}\\x_2&=\pi+\frac\pi3=\frac{4\pi}{3}\end{aligned}\)
Beide Werte liegen in \([0;2\pi)\) und haben Kosinus \(-1/2\). Numerisch sind sie \(x_1\approx2{,}094\) und \(x_2\approx4{,}189\). Die senkrechte Gerade mit Kreiskoordinate \(-1/2\) hat genau diese beiden Schnittpunkte.
Darauf achten: Das negative Vorzeichen steht am Funktionswert. Es bedeutet nicht, dass die gesuchten Winkel im vorgegebenen Intervall negativ sein müssen.
Löse \(2{\color{#c2410c}\sin}(2x)-1=0\) im Intervall \(0\le x<2\pi\). Alle Winkel stehen im Bogenmaß.
Bestimme alle vier Lösungen. Trage die Werte in aufsteigender Reihenfolge ein; exakte Eingabe mit \(\mathtt{pi}\) oder Rundung auf drei Nachkommastellen ist möglich.
Addiere \(1\) und teile durch \(2\). Danach lautet die Gleichung \({\color{#c2410c}\sin}(2x)=1/2\). Setze vorübergehend \(u=2x\).
Aus \(0\le x<2\pi\) folgt \(0\le u<4\pi\). Suche die beiden bekannten Winkel in der ersten Sinusperiode und ergänze jeweils \(2\pi\) für die zweite. Teile zuletzt alle \(u\)-Werte durch \(2\).
\(\begin{aligned}2{\color{#c2410c}\sin}(2x)-1&=0\\2{\color{#c2410c}\sin}(2x)&=1\\{\color{#c2410c}\sin}(2x)&=\frac12\end{aligned}\)
Setze \(u=2x\). Der Suchbereich wird \(0\le u<4\pi\). In der ersten Periode sind \(u=\pi/6\) und \(u=5\pi/6\) die Lösungen.
\(\begin{aligned}u_1&=\frac\pi6,&u_2&=\frac{5\pi}{6}\\u_3&=\frac\pi6+2\pi=\frac{13\pi}{6}\\u_4&=\frac{5\pi}{6}+2\pi=\frac{17\pi}{6}\end{aligned}\)
\(\begin{aligned}x_1&=\frac\pi{12},&x_2&=\frac{5\pi}{12}\\x_3&=\frac{13\pi}{12},&x_4&=\frac{17\pi}{12}\end{aligned}\)
Gerundet: \(0{,}262\), \(1{,}309\), \(3{,}403\), \(4{,}451\). Alle Werte liegen in \([0;2\pi)\). Jeder liefert \({\color{#c2410c}\sin}(2x)=1/2\), also \(2\cdot1/2-1=0\).
Darauf achten: Wenn du \(u=2x\) setzt, musst du auch den Suchbereich verdoppeln. Sonst fehlen die beiden Lösungen aus der zweiten Sinusperiode.
Ein Riesenrad hat Radius \(10\,\mathrm m\), Mittelpunktshöhe \(12\,\mathrm m\) und Umlaufzeit \(40\,\mathrm s\). Eine Gondel startet bei \(t=0\) am tiefsten Punkt. Sie fährt mit gleichmäßiger Winkelgeschwindigkeit. Nutze die Modellform \(h(t)=d-r{\color{#047857}\cos}(\omega t)\) für \(t\ge0\).
Bestimme \(d\), \(r\) und \(\omega\). Berechne die Höhen \(h(0)\), \(h(10)\) und \(h(20)\) in Metern. Für \(\omega\) ist \(\mathtt{pi/20}\) oder eine auf drei Nachkommastellen gerundete Zahl möglich.
Der Abstand zur Mittellinie ist der Radius \(r=10\). Die Mittellinie liegt auf Höhe \(d=12\). Das Minus vor Kosinus legt den Start unten fest.
In einer Umlaufzeit muss das Argument um \(2\pi\) wachsen: \(\omega\cdot40=2\pi\). Bei \(t=0,10,20\) sind die Argumente \(0,\pi/2,\pi\).
Der Mittelpunkt liefert \(d=12\), der Radius liefert \(r=10\). Tiefster und höchster Punkt liegen bei \(12-10=2\,\mathrm m\) und \(12+10=22\,\mathrm m\).
\(\begin{aligned}\omega\cdot40&=2\pi\\\omega&=\frac{2\pi}{40}=\frac\pi{20}\end{aligned}\)
Die Einheit ist Radiant pro Sekunde. Damit lautet das Modell \(h(t)=12-10{\color{#047857}\cos}(\frac\pi{20}t)\).
\(\begin{aligned}h(0)&=12-10{\color{#047857}\cos}0\\&=12-10=2\\h(10)&=12-10{\color{#047857}\cos}\frac\pi2\\&=12-0=12\\h(20)&=12-10{\color{#047857}\cos}\pi\\&=12+10=22\end{aligned}\)
Nach \(10\,\mathrm s\) ist eine Vierteldrehung erreicht: Die Gondel ist auf Mittelpunktshöhe. Nach \(20\,\mathrm s\) ist sie nach einer halben Drehung oben. Nach \(40\,\mathrm s\) ist sie wieder unten. Der Wertebereich ist \([2;22]\,\mathrm m\).
Darauf achten: Bei \(t=0\) gilt \({\color{#047857}\cos}0=1\). Ein Plus vor \(10{\color{#047857}\cos}(\omega t)\) würde die Gondel oben starten lassen. Der Start unten verlangt hier das Minus.
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BONUS / TRIGONOMETRIE HÖREN
Dein Auftrag: Ton starten, einen Regler ändern und vergleichen.
DEIN TON-LABOR
Starte den Ton und ändere einen Regler. Die Gleichung und der Graph passen sich sofort an.
Links tiefer, rechts höher.
Bei \(A=0\) ist der Ton stumm.
Der Ton läuft \(10\) Sekunden. Beide Regler wirken sofort.
\(y(t)=0{,}25\sin(2\pi\cdot440\cdot t)\)
\(T=\frac{1}{440}\,\mathrm{s}\approx2{,}273\,\mathrm{ms}\)
Mehr Wellen: höherer Ton. Größere Ausschläge: lauterer Ton.
Frequenz: Schwingungen pro Sekunde. Periode: \(T=1/f\). Unser Lautsprecher spielt das Sinussignal \(y(t)=A\sin(2\pi ft)\).
Der Graph zeigt die relative Amplitude \(0\le A\le1\). Die gehörte Lautstärke hängt zusätzlich vom Gerät ab.
HÖR-CHECK / DIE WELLE VERSTEHEN
Du verdoppelst \(f\) und lässt \(A\) gleich. Was passiert?
Du stellst \(A=0\) ein und lässt \(f=440\,\mathrm{Hz}\). Was hörst du?